Aus dem Alltag

 - VSG Region Sulgen

 - Primarschule Götighofen

Räbe

Der Bergschotter bei der Sitzarena wird Schaufel um Schaufel auf den Wegen und Plätzen verteilt. (Bild: hab)

Kies schaufeln fürs kleine Gartenparadies

Freitag, 1. April 2021

Götighofen. Eine spezielle Projektwoche erleben die Kinder der Primarschule Götighofen vor Ostern. Bei der Neugestaltung des Aussenraums helfen sie fleissig mit. 

Welches Kind wäre bei diesem prächtigen Frühlingswetter nicht lieber draus­sen, statt die Schulbank zu drücken? Die Projektwoche zur Umgestaltung des Aussenraums kommt für die Schülerinnen und Schüler der Schule Götighofen gerade rechtzeitig. Die Profis der Markus Allemann Naturgärten GmbH aus Schönholzerswilen haben das Terrain beim Schulhaus so vorbereitet, dass ihre jungen Helfer nun voll mit anpacken können. 

Wilde Natur statt Rasen

Die Lehrpersonen Andrea Helfenberger und Franziska Mazenauer begleiten das Projekt. Mit wachsamen Augen schauen sie, dass niemand zu Schaden kommt, helfen mit und beantworten die neugierigen Fragen der Kleinen. Für ein Aussenschulzimmer mit halbrund verlegten Steinblöcken als Sitzgelegenheit und eine naturnahe Umgebung wird der östliche Teil der grossen Spielwiese geopfert. «Der Rasenbereich, um darauf zu spielen, ist immer noch sehr gross», sagt Andrea Helfenberger. Sie blickt auf die neu entstandene Hügellandschaft, auf der bald einheimische Sträucher und eine Magerwiese wachsen werden. «Durch die spezielle Bepflanzung und Gestaltung wird die Biodiversität gefördert. Die Kinder werden hier Vorgänge in der Natur über einen längeren Zeitraum beobachten können.» 

Lernen und Spielen

Im Projekt sind alle Schulstufen involviert. Jede der fünf Gruppen ist einen halben Tag für die Arbeit im Freien eingeteilt. Mit Schaufeln und Schubkarren ausgerüstet, helfen sie den Landschaftsgärtnern, mit Bergschotter verschlungene Dschungelpfade anzulegen. Bereits zuvor haben sie Löcher für den Aufbau eines Lebensturms ausgehoben. In verschiedenen Elementen finden in diesem Turm Kleinstlebewesen und Insekten Unterschlupf. Ab und zu unterbrechen die kleinen Gartengestalter ihre Arbeit und probieren schon mal das Balancieren über den dicken Baumstamm aus, der zwei Hügel verbindet. Weil man bei so viel körperlichem Einsatz zum Schwitzen kommt, steht auch ein Gefäss mit Trinkwasser bereit. «Die Kinder sind mit vollem Eifer dabei. Da der Aussenplatz nicht nur dem Lernen, sondern auch dem Verweilen dient, freuen wir uns alle schon darauf, die Pausen bei schönem Wetter in unserer Sitzarena zu verbringen», sagt Andrea Helfenberger. Die Neugestaltung des Aussenplatzes bei der Primarschule Götighofen war schon vor der Gründung der VSG Sulgen ein Thema. 2019 wurde das Projekt wieder aufgegriffen, verzögerte sich – auch bedingt durch die Coronapandemie – jedoch wieder. Für das Projekt hat die Schule rund 20 000 Franken veranschlagt. 

Hannelore Bruderer

 - VSG Region Sulgen

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Sulgen, Februar 2021

Absage Besuchstage an den Primarschulen und an der Sekundarschule

Geschätzte Eltern

Leider können wir die diesjährigen Besuchstage im März 2021 aufgrund der momentanen Covid-19-Situation nicht durchführen.

Die Vorgaben des Bundes und des Kantons können im Schulhaus nicht eingehalten werden. Da uns die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler, der Lehrpersonen sowie der Eltern wichtig ist, haben wir uns entschieden, die Besuchstage abzusagen.

Besten Dank für Ihr Verständnis.

Volksschulgemeinde Region Sulgen

Freundliche Grüsse

Schulleitungen Primarschulen und Sekundarschule

Jacqueline Gasser   Beat Goldinger   Ruth Elsener   Michael Hefti   Magnus Jung

 

 - Sekundarschule Sulgen „Befang“

«Wir sind gegen häusliche Gewalt»

Freitag, 29. Januar 2021

Sulgen. Die dritte Oberstufe des Schulhauses Befang hat sich seit Wochen mit dem Thema «Prävention häusliche Gewalt» auseinandergesetzt. In Kurzreferaten präsentierten die Jugendlichen ihre Vertiefungsarbeiten ihren Mitschülerinnen und Mitschülern der unteren Klassen.

Blaue Flecken und blutende Lippen – die körperliche häusliche Gewalt schwappt am ehesten sichtbar an die Oberfläche. Es gibt aber weitere Formen, die oft verborgen bleiben – so die soziale, sexuelle und verbale häusliche Gewalt. Im Oktober starteten die Klassen der dritten Oberstufen der VSG Region Sulgen mit dem Projekt «Prävention häusliche Gewalt». Wie erkennt man sie? Wie kann man ihr vorbeugen? Wo kann sich ein Opfer Hilfe suchen? Solche und ähnliche Fragen standen im Fokus. 

Es betrifft alle

«Unsere Präventionsarbeit haben wir breit abgestützt», sagt Barbara Dudli, Schulsozialarbeiterin bei der VSG Region Sulgen. «Zusammen mit der Offenen Jugendarbeit Common haben wir auf das Projekt «Keine Daheimnisse» des National Coalition Building Institute (NCBI) zurückgegriffen. Viel Arbeit ist schulintern von der Schulleitung, den Lehrpersonen und der Schulsozialarbeit geleistet worden. Zwei Lektionen gestaltete zudem die Fachstelle häusliche Gewalt der Kantonspolizei Thurgau.» Da häusliche Gewalt nicht nur Jugendliche, sondern die ganze Gesellschaft betrifft, liegt der Schulsozialarbeiterin viel daran, das Umfeld der Jugendlichen einzubeziehen und auf das Thema zu sensibilisieren. Umso mehr bedauert sie, dass der geplante Elternabend mit dem Referat einer Fachperson und den Präsentationen der Jugendlichen aus ihren Vertiefungsarbeiten aufgrund des Versammlungsverbotes nicht wie geplant durchgeführt werden konnte. 

Zumindest ihre Präsentationen durften die Jugendlichen in der letzten Woche dann doch noch halten, und zwar vor
den Schülerinnen und Schülern der ersten und zweiten Sekundarklassen. Zeitgleich in sechs Klassenzimmern traten die Referierenden vors Publikum. So auch im Schulzimmer der 1NC von Markus von Siebenthal. Die jungen Referentinnen und Referenten brachten nicht nur unterschiedliche Themen auf den Punkt, sondern nutzten auch die vielfältigen Präsentationsmöglichkeiten, die ihnen zur Verfügung standen. 

Kinder haben Rechte

Nachdem Shakir alle begrüsst und den Ablauf der Referate erläutert hatte, stellte Pascale den Flyer mit dem Slogan «Lieber laut und mit Courage als alleine mit ’nem Schlag» vor. Auf der Rückseite des Flyers sind die Kontaktdaten der wichtigsten Anlaufstellen für häusliche Gewalt aufgeführt. Mit «Kinder- und Menschenrechte» erläuterte Nils, dass Kinder- und Jugendliche einen besonderen Schutz geniessen, der in der UN-Kinderrechtskonvention festgehalten ist. Er wies aber auch darauf hin, dass viele Minderjährige trotz dieser Konvention der Willkür Erwachsener weiterhin ausgesetzt sind. Amel präsentierte der Klasse einen selbst gedrehten Werbespot. «Wir sind gegen häusliche Gewalt», wiederholen darin zwei Jugendliche eindringlich und überzeugend mit geradem Blick in die Kamera. 

Mit den Schicksalen der Sängerinnen Rihanna und Melanie Brown zeigt Sara auf, dass auch Berühmtheit nicht vor häuslicher Gewalt schützt. Die beiden Sängerinnen hatten ein weitverbreitetes Tabu gebrochen und publik gemacht, dass sie von ihren Partnern geschlagen wurden. In der Präsentation grün unterstrichen waren die Gemeinsamkeiten in den beiden Schilderungen. Sie decken sich mit den Mustern der meisten solcher Taten, wie zum Beispiel das Leugnen und die Uneinsichtigkeit des schlagenden Partners. Michelle kündigte das selbst gedrehte Video zum Thema «Gesunde und ungesunde Liebesbeziehungen» an. In ihrem Rollenspiel, das mit einigen Klischees behaftet war, zeigten vier Schülerinnen die Mechanismen einer ungesunden Liebesbeziehung auf, aber auch, wie man die Beziehung mit Hilfe von aussen auflösen kann. Ramon ging in seinem Referat auf die Rolle der Polizei ein. Die Zahlen aus der Statistik sind eindrücklich. So verzeichnete die Schweiz im Jahr 2019 total 11 058 Geschädigte durch häusliche Gewalt. In 29 Fällen endeten die Übergriffe sogar tödlich. 88 Prozent der Täter sind Männer. Mit der Erklärung der Begriffe Antrags- und Offizialdelikt legte er dar, warum die Polizei nicht in jedem Fall eingreifen kann. Eine Intervention der Polizei spielten Jugendliche dann im folgenden Film nach, der von Janis angekündigt wurde. 

Die Schulsozialarbeiterin hofft, dass die Eindrücke aus den Referaten zu weiteren Diskussionen anregen und dass die Jugendlichen diese auch nach aussen tragen. Das sei gerade jetzt besonders wichtig, da der Austausch zwischen Schule und Öffenlichkeit eingeschränkt ist. «Als Schule ist es uns wichtig, dass unsere Haltung zum Thema häusliche Gewalt allen bewusst wird», sagt Barbara Dudli. 

Hannelore Bruderer

 - Sekundarschule Sulgen „Befang“

Wie ist die Stimmung?

Das Lesen von literarischen Werken, wie zum Beispiel Kurzgeschichten, Romanen und Gedichten bedeutet, in eine fremde Welt einzutauchen, neue Menschen mit ihren Freuden und Sorgen kennenzulernen, und zu verstehen, warum oder wie etwas passieren konnte. Im wöchentlichen Literaturclub des Befangs tauchen einige Lernende in die Vielfalt der Literatur ein und setzten sich mit anderen Sichtweisen, Erfahrungen und Meinungen anderer Menschen auseinander.

Wie ist die Stimmung? Dieser Frage widmen sich die Lernenden aktuell im Literaturclub. Während Textstücke in ihre Einzelheiten zerlegt werden, um die Ursprünge der Grundstimmung eines Textes zu definieren, lernen sie dabei differenziert die Feinheiten einer Stimmung zu erkennen und zu bestimmen.

Es ist eine besondere Fähigkeit. Eine Fähigkeit, die unser Bewusstsein fordert und unsere Aufmerksamkeit verlangt.

Auf eine besinnliche Vorweihnachtszeit mit kleinen Gedichten aus Sturm und Drang und der Neuen Sachlichkeit.

Text A

Johann Wolfgang von Goethe

Mädchen, das wie ich empfindet,

Reich mir deine liebe Hand!

Und das Band, das uns verbindet,

Sei kein schwaches Rosen-Band!

 

Text B

Erich Kästner

Als sie einander acht Jahre kannten

(Und man darf sagen, sie kannten sich gut),

kam ihre Liebe plötzlich abhanden.

 

Stimmung zu Text A

Joana Pereira-de-Carvalho, 3Nc

Wie der ewige Baum im Park

So stark soll die Liebe sein

Wie ich mit dir will sein

So sollst auch du mit mir.

 

Stimmung zu Text B

Sara Heussi, 3Na

Die Liebe der Zwei,

war schon vorbei.

Die Suche geht weiter,

ins Unendliche, auf einer Leiter

Nora Biefer, 3Nc

Plötzlich war ihre Liebe weg

Doch dies war kein Schreck.