Weihnachtsgeschichte Donzhausen

 

Literarischer Weihnachtskalender in Donzhausen

Mittlerweile ist es Tradition, dass die Donzhauser Mittelstüfler vor Weihnachten eine Weihnachtsgeschichte zu einem vorgegebenen Anfang erfinden. Wenn die Geschichten fertig sind, werden diese in Couverts verpackt und jeden Tag wird eine Geschichte gezogen, welche dann vorgelesen wird.

Die Kinder hören alle aufmerksam zu und schreiben danach auf einem Stern eine Rückmeldung zur Geschichte.

 

Weihnachtsgeschichte 2019: Die Reise                                                  

Ich erwachte und schaute mich um. Wo war ich denn? Um mich herum lag Schnee. Er musste in den letzten Stunden gefallen sein. Einzelne Tierspuren waren im Mondlicht zu erkennen. In der Ferne begannen die Kirchglocken zu läuten. Konzentriert zählte ich die Stundenschläge. Es war acht Uhr. Hatte ich so lange geschlafen? Mir fiel wieder ein, dass ich draussen geschlafen hatte, weil ich sehen wollte, wie der Weihnachtsmann die Geschenke verteilt. Ich wusste nicht, wo ich war. Ich lief in Richtung Kirche. Auf meinem Weg sah ich einen Wichtel. Ich vermutete, dass ich in der Wichtelwelt war. Ängstlich murmelte ich: „Hallo ich bin Toni und bin drei Jahre alt.“ „Was machst du hier“, fragte der Wichtel. „Keine Ahnung“, antwortete ich. Der Wichtel meinte: „Komm mit, ich zeige dir den Ort, wo die Geschenke gemacht werden.“ Ich folgte dem Wichtel zu einem grossen Gebäude. Wir gingen hinein. Drinnen waren ganz viele Wichtel, die Geschenke von Regalen herunternahmen und verpackten. Der Wichtel sagte: „Ich bin übrigens Joejoe.“ „Hihi Joejoe“, kicherte ich. Wir gingen in ein Büro, das auch voller Wichtel war. Ich sah ein Bild von einem alten Mann. Ich vermutete dass es der Weihnachtsmann war. Aber ich traute mich nicht Joejoe zu fragen. Es war mir irgendwie ein bisschen peinlich. Joejoe rannte weiter. „Hey warte auf mich!“, rief ich ihm nach. Er blieb vor einem anderen Wichtel stehen. Joejoe meinte: „Das ist der Abteilungsleiter der Geschenkanfertigung. Sein Name ist Ninga.“ „Freut mich Ninga“, murmelte ich. Ninga war verwirrt. „Wieso ist hier ein Junge der eigentlich im letzten Jahr ganz lieb war? Lass mich raten, dein Name ist Toni Müller.“ „Ja! Woher weisst du das?“, erwiderte ich. Ninga antwortete: „Vom Weihnachtsmann.“ „Ah aber wieso hat er mich mitgenommen, wenn ich so artig war?“ Ninga antwortete: „Wahrscheinlich hat er dich mit einem unartigen Jungen verwechselt.“ „Und wie komme ich wieder nach Hause?“, fragte ich. „Dafür musst du zum Weihnachtsmann“, antwortete Joejoe. „Ist das weit von hier?“, erkundigte ich mich. „Ja sehr weit“, meinte Ninga. „Ok, dann jetzt schnell los zum Weihnachtsmann!“, rief ich ungeduldig. Zu dritt liefen wir los. Wir mussten einen hohen Berg, der vollkommen mit Schnee bedeckt war, hochsteigen. Da hörten wir ein lautes Grollen. Schnee löste sich an der Spitze des Berges. „Joejoe rief: „Schnell zum Bunker!“ Doch leider waren wir zu spät. Die Lawine hatte uns eingeholt und verschüttet. Als die Lawine unten war, bemerkte Joejoe das Ninga ein gebrochenes Bein hatte. „Oh nein Ninga dein Bein ist gebrochen“, sagte Joejoe. Joejoe brachte Ninga ins Krankenhaus und ich wartete. Da waren es nur noch zwei. Joejoe kam zurück und wir marschierten mehrere Tage weiter. Wir starben fast vor Hunger, sehr müde waren wir auch. Wir bauten das Zelt auf. Ich ging Essen suchen und Joejoe bewachte das Zelt. Ich kam nach etwa einer halben Stunde mit ein paar Beeren zurück. Wir genossen die Beeren und gingen dann schlafen. In der Nacht kam ein riesiges Tier, das fauchte. Wir fürchteten uns sehr. Ich schaute nach, was für ein Tier es war. Es sah aus wie eine Mischung aus Vogel und Löwe. Ich beschrieb es Joejoe. Er schrie: „Oh nein ein Phönix!“ Ich fragte ihn, wie man einen Phönix vertreibt. Er antwortete: „Mit Pupsen.“ Ich musste zufällig gerade pupsen. Ich fragte Joejoe: „Reicht das schon?“ Joejoe antwortete: „Ja ganz sicher.“ Dann gingen ich und Joejoe wieder beruhigt schlafen. Der Hahn krähte und wir erwachten. Wir bauten das Zelt ab und liefen weiter. Langsam fing es an, schwarz zu schneien. Ich fragte Joejoe: „Oha gibt es schwarzen Schnee?“ „Nein“, antwortete Joejoe. „Das zeigt nur, dass wir dem Weihnachtsmann sehr nahe sind.“ Dann kamen wir zu einer grossen Höhle, die von Wichteln bewacht wurde. Joejoe ging zu einem Wichtel und er zeigte ihm seinen Ausweis. Dann durften wir rein. Wir kamen zu einem grossen Thron. Darauf sass ein alter Mann und nebenan stand ein dunkel gekleideter Mann. „OMG, der Weihnachtsmann und Schmutzli.“ Sie antworteten trocken: „Ja wir sind es.“ Ich fragte sie: „Könnt ihr mich nach Hause bringen?“ „Ja natürlich, tut uns leid, dass wir dich mit einem unartigen Jungen verwechselt haben“, sprach der Weihnachtsmann. Ich antwortete daraufhin: „Ist schon gut.“ Ich, der Weihnachtsmann und Schmutzli stiegen in einen Schlitten, an welchem Rentiere eingespannt waren. „Tschüss Joejoe und danke für alles!“ Joejoe rief: „Tschüss und schon gut!“ Wir flogen los durch ein grosses Portal. Auf dem ganzen Flug sang ich: „Rudolph, the red nose Rentier…“ Am anderen Ende des Portals sah ich schon mein Haus. „Da mein Haus!“, schrie ich erfreut. Doch da erschrak der Weihnachtsmann, der den Schlitten lenkte und wir stürzten neben meinem Haus ab. Wir alle drei lagen bewusstlos neben dem Schlitten. Dann merkte ich eine feuchte Nase auf meinem Gesicht und ich kam wieder zu Bewusstsein. Da sah ich ein grosses Hundegesicht, das mich ableckte. „Gringor“, sagte ich erleichtert. Ich weckte den Weihnachtsmann und den Schmutzli. Der Weihnachtsmann schaute erschrocken auf. Er sagte: „Oh nein mein Schlitten und die Rentiere.“ Wir holten die Rentiere unter dem Schlitten hervor. Danach fragte mich der Weihnachtsmann: „Und wie flicken wir jetzt meinen Schlitten?“ „Ich hab da schon eine Idee“, antwortete ich. Ich holte aus unserer Garage Werkzeug, das meinem Papa gehörte. Wir flickten den Schlitten und dann gab mir der Weihnachtsmann die Geschenke für mich, da er zu unserem Dorf noch nichts gebracht hatte. Ich dankte ihnen und verabschiedete mich. „Tschüss“, rief ich ihnen zu. Er schrie nur: „Hohoho.“ Ich ging ins Haus und legte die Geschenke unter den Baum. Dann schlich ich ins Schlafzimmer meiner Eltern und weckte sie. Sie fragten: „Wo warst du die ganze Zeit? Wir haben uns solche Sorgen gemacht!“ Darauf antwortete ich: „Also es war so …….          

5. Klasse Donzhausen    

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